Frieden, Freiheit und Versöhnung in einem vereinten Europa sind inzwischen keine Selbstverständlichkeit mehr auf unserem Kontinent.
An diesem Abend blicken wir auf die Geschichte der deutsch-polnischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Am Vorabend des zu Ende gehenden Zweiten Vatikanischen Konzils haben im Jahre 1965 polnische Bischöfe einen Brief an ihre deutschen Amtsbrüder gerichtet.
Dieser Brief ist unter dem Titel "Wir vergeben und bitten um Vergebung" bekannt.
Die deutschen Bischöfe haben ihn mit einem Schreiben "Wir ergreifen die ausgestreckten Hände" beantwortet.
Dieser Briefwechsel gilt als Grundlage der deutsch-polnischen Aussöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Er führte 30 Jahre später zu einem Gemeinsamen Brief der beiden Bischofskonferenzen mit dem Ziel "Das Geschenk der Versöhnung weiterzugeben".
In dem Vortrag soll auf die Vorarbeiten von evangelischer und katholischer Seite eingegangen und danach gefragt werden, ob der damals eingeschlagene Weg für künftige Versöhnungsprozesse fruchtbar gemacht werden kann.